Wein zu Valentinstag

Bild: die beiden amorevino Ambassadoren Sandra & Fabian von instagram.com/yeswe_travel

Ich bin Thomas von amorevino. Mitgründer und langjähriger Wein Einsteiger. Da morgen Valentinstag ist, zieht es mich, wie viele andere, morgen zu einem (hoffentlich :D) romantischen Abendessen in ein Restaurant. Zu dieser Gelegenheit darf für mich ein leckerer Wein nicht fehlen. Aus Erfahrung kann ich allerdings sagen, dass die Weinkarte für Wein Einsteiger oft einschüchternd wirken kann. Warum eigentlich? Gerade zu Valentinstag sollte man sich nicht verrückt machen lassen. Schon gar nicht von der Weinkarte. Aus diesem Grund habe ich Dir sieben Tipps für den Restaurantbesuch Am Valentinstag zusammengestellt.

1. Starte mit einem Aperitif

Mein erster und wichtigster Tipp: Lasst euch Zeit. Viel Zeit. Wir neigen viel zu oft dazu, durch das Abendprogramm zu eilen. Etwas das ich auch erst lernen musste, ist sich einfach Zeit zu lassen. Nicht nur das Restaurant, das Essen und den Wein zu genießen, sondern auch die Gesellschaft des Partners. Jener ist schließlich der Mittelpunkt an diesem schönen Abend.

Startet mit einem Aperitif. Wie wäre es mit einem Glas Sekt oder einem Pils? Mein persönlicher Favorit ist ein Wermut, vorzugsweise der Bianco von Martini mit viel Eis und etwas Zitronenschale. Sobald Du und Dein Partner euren Aperitif habt, könnt Ihr in aller Ruhe die Speisekarte durchforsten und euch dabei auf den Abend einlassen. Wie gesagt, lasst euch dabei Zeit.

Sofern das Restaurant über eine separate Weinkarte verfügt, kannst Du auch bereits nach dieser bitten. Frag an dieser Stelle auch gleich ob Dein Partner Wünsche oder Vorlieben hat. Der Wein soll schließlich euch beiden schmecken. ;-)

2. Der Preis

Bevor es nun ans Wein bestellen geht, solltest Du, oder besser noch Ihr beiden euch kurz Gedanken über das Budget machen. Klar es ist Valentinstag, aber man muss sich nicht übernehmen und auch niemanden beeindrucken. Setzt euch deshalb bevor Ihr bestellt eine Grenze, die Ihr nicht überschreiten möchtet. Dieses Limit wird gleich noch wichtig werden. Selbstverständlich sollten auch entsprechende Weine auf der Weinkarte vertreten sein.

Meine persönliche Faustregel orientiert sich am Hauptgang. Der Wein darf für mich in etwa das doppelte des Hauptgangs kosten. Im Falle einer Pasta für 10,00 EUR wähle ich einen Wein der zwischen 20,00 und 25,00 EUR kostet. Bei einem Filet für 30,00 EUR darf der Wein auch mal um die 55,00 EUR kosten - muss er aber nicht. Viel höher als 80,00 EUR lohnt es sich für mich selten zu gehen, vor allem nicht als Einsteiger. Denn umso teurer der Wein wird, umso mehr Aufmerksamkeit sollte man ihm schenken, um ihn bestmöglich wertschätzen zu können. Oft sind die hochpreisigen Weine komplex und filigran und beeindrucken vor allem durch die Nachkommastellen. Für mich nicht das richtige an Valentinstag, denn es sollte der Partner im Mittelpunkt stehen und nicht der Wein.

Am besten stöbert Ihr beim Aperitif schon mal durch die Weinkarte. Du wirst feststellen, dass in den meisten Weinkarten für jedes Budget etwas zu finden ist.

3. Beraten lassen

Bei der Weinauswahl kann man sich an zwei Punkten orientieren. Sollte ein Restaurant eine separate Weinkarte haben, so sollte das Personal auch in der Lage sein Dir eine ausführliche Empfehlung zu geben. Umso hochpreisiger die Weine sind, desto kompetenter solltest Du beraten werden können. Im besten Fall ist unter dem Personal sogar ein Sommelier. Nutze die Gelegenheit und lass Dir eine Empfehlung aussprechen.

Um Dich bestmöglich beraten zu lassen, kannst Du folgendes machen:

Du darfst Dich ruhig als Anfänger oder Einsteiger preisgeben. Das hilft dem Personal vor allem beim Abfragen deiner Präferenzen. „Ich trinke sehr gerne Wein, kenne mich aber nicht gut aus. Darf ich sie nach einer Empfehlung bitten?

Nenne direkt auch Dein Budget. Das hilft dabei die Optionen zu filtern und böse Überraschungen zu vermeiden.

Sollte es etwas geben, das Dir oder Deinem Partner gar nicht schmeckt, hilft dies dem Personal oft besser als die Vorlieben. Natürlich sind die Präferenzen wie Land, Region oder Rebsorte trotzdem wertvoll. „Riesling ist nicht mein Fall.“, „Ich mag milde, fruchtige Weißweine.“, „Ich stehe auf kräftige, würzige Rotweine.

Falls Ihr bereits einen Favoriten in der Weinkarte entdeckt habt, könnt Ihr selbstverständlich das Personal auch zu diesem Wein befragen oder euch ähnliche Optionen vorschlagen lassen. Auch bei einer kleinen Weinauswahl kann das Personal immer zwischen den Weinen differenzieren.

4. Probiere mal etwas Neues?

Oft ist es auch verlockend, zu besonderen Anlässen etwas Neues zu probieren. Ich selbst bin immer sehr neugierig und würde am liebsten andauernd neue Weine entdecken. Doch gerade, wenn es euch zu eurem Stammrestaurant verschlägt, empfehle ich, bleibt beim bewährten. Ein Fehlgriff wäre unnötig. Genießt einfach den Wein, von dem Ihr wisst, dass er euch schmeckt und fokussiert euch lieber auf den gemeinsamen Abend.

5. Der Wein muss zum Essen passen?

Es gibt wahrlich legendäre Kombinationen aus Speisen und Wein. Austern und Sekt oder Curry und Riesling mit Restsüße sind Beispiele dafür, dass aus eins plus ein drei werden kann. Ich selbst jedoch suche mir selten DEN passenden Wein zum Gericht aus. Das hat diverse Gründe. Selten bestellen beide Gäste das gleiche Hauptgericht, sodass der Wein sowieso nur zu einem der beiden Hauptgerichte ideal passen kann. Und in den seltensten Fällen wird der Wein nur während dem Essen getrunken. Ganz im Gegenteil. Zwischen und nach den Gängen wird der Wein getrunken.

Wenn es eine ganz besondere Empfehlung oder Kombination gibt, kann man sich darauf einlassen. Wichtiger ist es meiner Meinung nach, dass der Wein schmeckt.

6. Der Probierschluck

Hier geht es im Wesentlichen darum den Wein auf „Fehler“ zu prüfen oder ob der Wein unangenehm ausfällt. Der Klassiker ist: „korkt“ der Wein?

Es kommt zum Glück nur selten vor, dass ein Wein nach Kork schmeckt und riecht. Der Geruch ähnelt alten Kartoffeln oder einem muffigen Keller und entsteht durch Schimmelpilze in der Korkeiche, aus welcher der Korken gemacht wird. In wenigen Grenzfällen kann der Wein auch aus anderen Gründen korken. Schädlich ist ein Wein, der korkt zwar nicht, aber er ist eindeutig nicht genießbar. Gutes Personal prüft den Wein selbst beim Öffnen und regiert direkt mit einer neuen Flasche. Sollte euch der Geruch beim Probierschluck auffallen macht das Personal direkt darauf aufmerksam oder bittet das Personal selbst einen Probierschluck zu nehmen.

7. Wie wäre es mit Dessertwein?

Es muss nicht immer die Crème Brûlée oder die Mousse au Chocolat sein. Etwas Besonderes sind Süß- bzw. Dessertweine. Bei manchen mehrgängigen Menüs gibt es sogar einen Dessertwein zum Schluss. Vor allem beim Restaurantbesuch zu Valentinstag eine gute Gelegenheit sich auch nach dem Essen etwas Zeit zu nehmen, Wein zu genießen und sich dem Partner zu widmen.

Die Dessertweine werden oft in „halben Flaschen“, kleine Weinflaschen mit einem Gehalt von 0,375L, abgefüllt. Durch eine späte Lese der Trauben kann ein hoher, natürlicher Restzuckeranteil im Wein erzielt werden. Der Mehraufwand bei der Lese und Erzeugung spiegelt sich allerdings auch im Preis wider. Meine persönlichen Favoriten sind Rieslinge als Beerenauslese von der Mosel.

Ich wünsche Dir einen schönen Valentinstag mit Deinem Partner!

Prost!

Thomas von amorevino


Thomas

Thomas

Ich bin Thomas von amorevino. Mitgründer und langjähriger Wein Einsteiger.


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